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Das Buch

"Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans" - Leben und Kampf von Andrea Wolf
Briefe, Texte, Tagebuchnotizen, Reden, Erinnerungen, Lieder, Collagen und Fotos - von, für und über Andrea Wolf
164 Seitem, Paperback, Quadformat 19x23cm, Euro 7,50
Bestellungen an: versand (at) libertad.de
siehe auch:
Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans
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Solidaritäts-Erklärung: No justice, no peace!
Wir grüßen alle Gefangenen und TeilnehmerInnen der Protestkundgebung gegen die Massenfestnahmen von Journalistinnen am 19. Dezember 2011: Wir sind mit unseren Herzen und Köpfen bei euch in den Knästen und auf dem Taksim, auf dem viele von uns auch schon demonstriert haben! Internationale Solidarität ist unsere Antwort auf die ständigen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen der türkischen Regierung und des türkisches Militärs. Denn wir wissen: Deutschland liefert Jahr für Jahr die Waffen, mit denen in Kurdistan Menschen ermordet werden. Und es ist die deutsche Regierung, die zwar von Menschenrechten redet, aber zu den Verbrechen der türkischen Regierung schweigt.
Die aktuellen Massenfestnahmen von JournalistInnen sind ein weiterer undemokratischer und unerträglicher Angriff auf die Pressefreiheit. Sie sollen alle Menschen einschüchtern, die offen über Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und die Notwendigkeit von sozialer Gerechtigkeit berichten und sprechen. Und wir wissen: Die neuen F-Typ-Knäste in der Türkei, in die jetzt auch unser Freund Ismail Yildiz und viele andere Gefangene verschleppt wurden, sind made in germany: Ihre Vorbilder und Modelle sind die Hochsicherheitsknäste in Stammheim, Köln oder Celle.
Deshalb schweigen wir nicht: Auch, weil wir zum Beispiel Ismail Yildiz 2011 persönlich als mutigen und unabhängigen Journalisten kennengelernt haben, der bereits in Deutschland und dann in Kurdistan über unsere politische Menschenrechtsarbeit berichtet hat. Die Anklagen gegen unabhängige JournalistInnen sind absurd: Sie lesen sich wie ein Kafka-Roman!
Vom 14. bis 25. September 2011 reisten wir mit einer internationalen Delegation aus Deutschland, El Salvador und der Schweiz in die Türkei. Gemeinsam mit VertreterInnen des türkischen Menschenrechtsvereins (IHD) und dem Arbeitskreis Keleh zur Aufklärung des Massakers haben wir Sammelgräber in Görendag und Bitlis aufgesucht, die von IHD MitarbeiterInnen im Frühjahr 2011 entdeckt und gesichert worden waren.
Unseren geplante Trauerfeier an den Sammelgräbern in den Bergen von Keleh, in denen unsere zu Tode gefolterte Freundin und Genossin, die deutsche Internationalistin Andrea Wolf, und ihre ebenfalls getöteten kurdischen FreundInnen provisorisch begraben wurden, hat der türkische Staat durch eine Militärsperre am 16. September 2011 verhindert. Außerdem hat die türkische Polizei auch zwei Mitglieder unserer Delegation vorübergehend festgenommen: Auch ihnen will der türkische Staat einen KCK-Prozess wegen Propaganda machen. Aber wir kommen wieder!
Wir fordern die sofortige Freilassung der Gefangenen
und die Einstellung aller KCK-Prozesse
Wir fordern die sofortige Aufklärung der Kriegsverbrechen in der Türkei und
die Verurteilung der Folterer und Mörder in der türkischen Armee.
Wir schicken den Gefangenen Liebe und Kraft
Hoch die internationale Solidarität!
München, den 4. Januar 2012
Siehe auch:
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