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Das Buch

"Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans" - Leben und Kampf von Andrea Wolf
Briefe, Texte, Tagebuchnotizen, Reden, Erinnerungen, Lieder, Collagen und Fotos - von, für und über Andrea Wolf
164 Seitem, Paperback, Quadformat 19x23cm, Euro 7,50
Bestellungen an: versand (at) libertad.de
siehe auch:
Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans
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Pressefreiheit geht uns alle an!
Die inhaftierten JournalistInnen in der Türkei haben in einer gemeinsamen Erklärung alle nationalen und internationalen PressevertreterInnen und JournalistInnenverbände dazu aufgerufen, gegenüber den Angriffen auf die Pressefreiheit in der Türkei nicht zu schweigen. Der Schutz der Pressefreiheit gehe alle JournalistInnen und ihre Verbände an, deswegen müsse jede/r auch dieser Verantwortung gerecht werden. Die am 20. Dezember letzten Jahres festgenommenen JournalistInnen und MitarbeiterInnen von der Nachrichtenagentur Firat (ANF), Dicle Nachrichtenagentur (DIHA), Etik Agentur, der Tageszeitung Azadiya Welat, der Zeitschrift Demokratik Modernite und der Druckerei Gün richteten in ihrem gemeinsamen offenen Brief an alle nationalen und internationalen Pressevertreter folgende Worte:
„Liebe Berufsgenossen, diesen Brief verfassen wir im Namen der 35 JournalistInnen, die im Rahmen der KCK-Operationen festgenommen worden sind. Sicherlich sprechen wir auch im Namen der nunmehr über hundert inhaftierten JournalistInnen in der Türkei. Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, ist jeder Journalist und jede Journalistin in unserem Land der Gefahr ausgesetzt, durch den Staat als Terrorist denunziert zu werden. Wir JournalistInnen können durch die Ausübung unserer Tätigkeit aufgrund willkürlicher Beschuldigungen wie ‚Terrorismus‘, ‚Unterstützung des Terrorismus‘ oder ‚Propaganda für den Terrorismus‘ Strafen ausgesetzt werden. Die Nachrichten, die wir verfassen, die Bilder, die wir schießen, die Nachrichtenquellen, die wir angeben oder die Kolumnen, die wir verfassen, werden in diesem Rahmen als Beweismaterial gewertet. Und wenn man oppositionell zur Regierung gesinnt ist, und aufgrund dessen eine kritische Berichterstattung macht, ist es praktisch unausweichlich als ‚terroristischer Journalist, terroristische Journalistin‘ betitelt zu werden. Genau wegen solch einer Auffassung wurden am 20. Dezember 2011 in allen vier Ecken der Türkei 48 JournalistInnen vorläufig festgenommen, von denen 35, mit der Beschuldigung sie würden im Auftrag des ‚KCK-Pressekomitees‘ arbeiten, inhaftiert wurden. Die Beschuldigung lautet ‚Terrorismus‘, aber das Beweismaterial setzt sich aus verfassten Nachrichten, gemachten Bildern, Nachrichtenverfolgung oder Ein- und Ausreisen aufgrund der Berichterstattung zusammen. Zusammengefasst also alles Tätigkeiten, die zum gesunden Journalismus dazu gehören. Durch all dieses ‚Beweismaterial‘ wollen sie uns der ‚Mitgliedschaft in einer [terroristischen] Organisation‘ überführen. Es ist offensichtlich, dass wir hier nicht als Individuen beschuldigt werden, sondern der Journalismus an sich im Visier ist. Deswegen müssen nicht wir uns verteidigen, sondern diejenigen, die hinter diesen ungerechten Angriffen stehen. Wir stehen weiterhin hinter unserer Berufstätigkeit und gewähren niemanden das Recht, dieses in Frage zu stellen. Das ist eine prinzipielle Haltung und inspiriert wird diese Haltung durch all diejenigen JournalistInnen, die ohne Kompromisse die Tradition der freien Presse verfolgt haben und hierfür ihr Leben gegeben haben. Diese Menschen sind unser Erbe, dem wir gerecht werden wollen. Allerdings liegt die Verantwortung für die Pressefreiheit nicht nur bei uns sondern bei allen MedienvertreterInnen und JournalistInnenverbänden. Daher rufen wir unsere Berufsverbände zu einer objektiven Haltung auf. Wir rufen euch dazu auf, dass ihr euch unsere Situation vor Augen führt. Ihr solltet die Anklage gegen uns, die einer Anklage gegen die Pressefreiheit gleichkommt, aufmerksam verfolgen. Dieser Aufruf ist ein Aufruf zur Wahrung von journalistischen Prinzipien und der freien Presse. Dieser Aufruf ist vor allem aber auch ein Aufruf für das Recht der Gesellschaft auf alternative Nachrichtenkanäle. Liebe BerufsgenossInnen, die Entscheidung liegt bei euch. Entweder werdet ihr euch mit eurer Haltung auf der Seite eures Berufs positionieren, oder ihr werdet die Augen vor einem weiteren Schlag gegen unseren Beruf verschließen. Mit der Überzeugung, dass ihr euch für die Zukunft unseres Berufs positionieren werdet, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,
Inhaftierte ArbeiterInnen der freien Presse“
Quelle: ANF, 07.01.2012, ISKU
Siehe auch:
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